Warum ich eine Prinzessin bin ...

Es gibt viele Gründe, warum sich ein kleines Mädchen im Babyalter als Prinzessin sieht. Hier ein paar ihrer Gedanken in Spruchform.

Weil ich Löckchen aus reinem Gold habe, ein Gesicht wie ein Engel und die Anmut einer Ballerina. Was soll ich bitte sonst sein, als eine Prinzessin?

Weil ich jede noch so winzige Erbse unter meiner Schlafstätte spüren würde. In so einem Fall gibt es statt Einschlafen einen gewaltigen Radau.

Weil ich nur kurz zu schreien brauche, und schon tanzt alles nach meiner Pfeife.

Weil ich neulich einen Frosch aus Plüsch geküsst habe, der sich in einen Prinzen verwandelt hat. Auch wenn mir das niemand glaubt.

Weil meine Mama eine Schönheitskönigin ist. Das macht mich dann wohl automatisch zu einer Schönheitsprinzessin.

Weil ich Diener und einen Hofstaat habe. Ich muss mich um nichts kümmern und dauernd bin ich von Leuten umringt, die mir Komplimente machen.

Weil ich mich bei meiner Taufe so benommen habe, als ob mir der Laden gehören würde. Nur eine von höheren Mächten ausersehene Regentin darf das!

Weil ich in einem riesigen Palast lebe. Alleine schon, um vom Wohnzimmer in die Küche zu robben, brauche ich Ewigkeiten.

Weil mein Papa dauernd darauf rumreitet, dass er als Single wie ein König gelebt hat. Das macht mich dann zu was? Richtig!

Weil meine Oma mich so nennt. Neben "Engel", "Schatz" und "Maus".

Weil seit meiner Geburt Scharen von Menschen bei mir daheim erscheinen, um mir voller Ehrfurcht ihre Aufwartung zu machen.