Traurige Sprüche über das Leben

Das menschliche Dasein wird leider auch von Trauer und Hoffnungslosigkeit bestimmt. Diese oft recht depressiven Sprüche betrachten die trüben Seiten des Lebens.

Wie oft wirst du noch zum Fasching gehen oder deine Eltern sehen? Wie oft noch in den Urlaub fliegen oder an einem Strand liegen? Die Antwort ist zum Verstecken, sie könnte dich erschrecken.

Weltschmerz und ein gebrochenes Herz haben dein Schicksal bestimmt. Dann kam der Glaube, dass dir gar nichts gelingt. Die Rettung lag vor dir, doch du warst auf beiden Augen blind.

Früher wolltest du ganz hoch hinaus. Wolltest leben in Saus und Braus. Der Lauf der Dinge hat dich eines Besseren belehrt. Ein süßes Dasein wurde dir wohl verwehrt.

Dein ganzes Leben ging nur um Besitz. Du wolltest nicht dastehen mit leeren Händen. Und wo du jetzt bald unter der Erde liegst, hat sich endlich erfüllt der Traum von den eigenen vier Wänden.

All die verpassten Gelegenheiten und dämlichen Entgleisungen! Natürlich verzeiht das Leben Fehler, aber die Zeit kannst du nicht zurückdrehen. Was geschehen ist, das ist geschehen.

Du denkst, deine Jugend bleibt für immer bestehen. Eine gute Weile wird das sogar gehen. Doch Mitte dreißig kommt vielleicht die Zeit, da tut dir dieser Stillstand leid.

Irgendwann im Leben, das soll es wirklich geben, stellst du infrage all dein Streben. Du kannst dann keinen Sinn erkennen und hast das Gefühl, dich zu verrennen.

Durch bekannte Straßen drehst du deine Runden, nur Heimat fühlt sich anders an. Alle haben ihr Glück in der Ferne gefunden, doch du meinst noch zu hören ihrer Stimmen Klang.

Du hast dich immer von deiner Wut leiten lassen. Hast gelogen und betrogen. Es spielt keine Rolle, dass du dich nun selbst dafür hasst. Denn jede Besserung hast du verpasst.

Wenn die Zeit vergeht, du vor dem Spiegel stehst und deine Falten zählst ist deine Jugend längst verweht.

In jungen Jahren wolltest du nur auf bessere Zeiten warten. Erst Ende 30, als sie immer noch nicht kamen, warst du bereit, mit deinem Leben zu starten.

Du lebst wie ein König, so soll es sein. Doch ohne Hofstaat und Thronfolger bist du irgendwann allein.

Was am Ende übrig bleibt, nach einem Leben voller Hass und Leid, ist Schall und Rauch aus der Vergangenheit.

Egal, welche Fallen das Schicksal hält für dich bereit, aus jedem Sturz und aus jeder Niedergeschlagenheit, ergibt sich ein Auftrieb und eine neue Zeit.

Was auch immer du tust, es ergibt keinen Sinn, es bringt dir mit Sicherheit keinen Gewinn. Selbst Erfolge führen ins Nirgendwo, denn am Ende des Lebens wartet nur der Tod.

Es grenzt an Besessenheit, denn sobald es dir gut zu gehen scheint, steht irgendetwas tief in dir bereit, um zurückzubringen die Trauer und das Leid.

Du schuftest dein Leben lang, damit Andere es horten im Überschwang. Und was du am Ende geboten kriegst, ist ein klappriges Bett in einem tristen Verlies.

Wenn das Leben dich beutelt und schüttelt, du irgendwann an dir rüttelst. Du änderst etwas und denkst, nun geht es bergauf, doch meist nehmen die Dinge einen anderen Lauf.